Steampunk in Aachen

sieben Männer feuern aus altertümlichen und futuristischen Waffen

Mitten im Dezember versammelte sich eine kleine Schar Abenteurer in der Grotesque Absinth-Bar in Aachen. Die kleine Bar in der Altstadt ist komplett im Stil der 1920er Jahre eingerichtet und bietet damit genau das richtige Ambiente, um in die Rolle von Luftschiffpiraten, verrückten Wissenschaftlern oder Lebenskünstlern zu schlüpfen.

Eine Welt aus Zahnrädern und Dampf

Der bunt zusammengewürfelte und locker über die sozialen Medien verabredete Haufen traf sich dort, um ein paar Steampunk-Fotos zu machen – Mehr Vorbereitung gab es eigentlich nicht. Die aufwendigen mit unzähligen Details gespickten Kostüme, das gediegene Ambiente und auch der Absinth sorgten aber schnell für die richtige Stimmung. So entstanden vor dem Hintergrund einer fiktiven Welt, in der sich die Dinge durch eine raffinierte Mechanik und die Kraft des Dampfes in Bewegung setzen, Fotos aus einer anderen Zeit.

Zu gemütlich für lange Brennweiten

Mit allen Akteuren, Fotografen, Personal und Equipment platzte der kleine Gastraum förmlich aus allen Nähten. Man musste immer darauf achten, dass sich nicht zufällig eine Digitalkamera oder andere Gegenstände unserer Zeit ins Bild mogelten.

Der beherzte Griff zum Regler

Um die Protagonisten ins rechte Licht zu rücken, steht nach den Aufnahmen die Arbeit am Rechner an. Ich habe alle Bilder im RAW-Format (dem „digitalen Negativ“) aufgenommen. So stand mir der größtmögliche Spielraum für die Nachbearbeitung zur Verfügung. Da alle Bilder nur mit dem verfügbaren Licht – bestehend aus Tageslicht durch die Fenster und schwachen Glühbirnen im Raum – aufgenommen wurden, erforderte es einen beherzten Eingriff in die Entwicklungseinstellungen und der ein oder andere Bildausschnitt musste nachbelichtet werden.

Die richtige Herangehensweise

acht Männer stehend und sitzend um einen Tisch
Die Liga der unbequemen Gentlemen steht bequem

Gleich vorweg: die richtige Herangehensweise gibt es nicht. Wie weit man ein Foto bearbeitet ist immer eine Frage des persönlichen Geschmacks und der gewünschten Aussage. Bei diesem Thema bot es sich allerdings an, die Fotos etwas umfänglicher zu bearbeiten. Etwa durch das Entfernen der Farbe oder dem Hinzufügen (!) von Staub und Kratzern – um den Eindruck einer alten Aufnahme zu erreichen. Das Einfügen von nicht vorhandenen Objekten am Rechner, wie zum Beispiel eine Spielkarte oder durch die Luft zischende Pistolenkugeln verleihen manchem Bild erst den richtigen Pfiff.

Mein Dank geht an:

Mia, Tobias, Jonas, Judith, Christian, Tordis, Michael, Anna, Oliver, Marcus, Stefan, Anja, Christian und allen die mit an Bord waren.

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